Unabhängige Laborkontrolle auf Wunsch
Hygiene prüfen.
Mit HYGIENICUM aus Graz.
Technische Schutzmaßnahmen und ein eingehaltenes Serviceintervall sind die Basis. Eine mikrobiologische Untersuchung ergänzt sie um einen unabhängigen Befund. Auf Wunsch organisieren wir die Beprobung mit unserem unabhängigen Laborpartner HYGIENICUM GmbH, Institut für Lebensmittelsicherheit und Hygiene in Graz.
HYGIENICUM führt Wasseruntersuchungen durch und ist nach EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Die eingesetzten Verfahren und der zutreffende Akkreditierungsumfang werden für den konkreten Auftrag geklärt. Umfang, Probenahmestellen, Termin und Kosten stimmen wir vor der Beauftragung ab.
Welche Mikroorganismen werden untersucht?
Zum gewünschten Untersuchungsprogramm gehören insbesondere Legionellen, Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa. Welche weiteren Parameter sinnvoll sind, legen Labor und Hygiene-Verantwortliche anhand des Standorts fest.
Legionellen
Legionella-Arten sind Umweltbakterien, die sich unter geeigneten Bedingungen in wasserführenden Systemen vermehren können. Eine Infektion betrifft vor allem die Lunge: Der typische Übertragungsweg ist das Einatmen belasteter Wassertröpfchen; auch Aspiration kann eine Rolle spielen. Die Untersuchung wird deshalb nach Installation, Exposition und Nutzergruppe geplant.
Escherichia coli (E. coli)
E. coli ist ein Darmbakterium und ein wichtiger Hinweis auf fäkale Verunreinigung des Wassers. Ein Nachweis erfordert die fachliche Bewertung und Suche nach der Eintragsquelle. Die Untersuchung auf E. coli ist nicht gleichbedeutend mit einem speziellen Test auf einzelne krankmachende Varianten wie EHEC.
Pseudomonas aeruginosa
Dieser feuchtigkeitsliebende Umweltkeim kann wasserführende Bauteile und Biofilme besiedeln. Als opportunistischer Erreger ist er besonders für geschwächte Menschen relevant. Ein Nachweis kann auf eine Besiedlung der Installation oder des Geräts hinweisen und erfordert eine gezielte Ursachenklärung.
Weitere Parameter nach Bedarf
Intestinale Enterokokken sind weitere Indikatoren für fäkale Einträge. Coliforme Bakterien können auf hygienische Schwachstellen hinweisen; sie bedeuten nicht automatisch eine fäkale Verunreinigung. Koloniezahlen bei 22 °C und 37 °C geben Hinweise auf die allgemeine mikrobiologische Beschaffenheit und Veränderungen im System – sie sind kein Nachweis einer einzelnen Keimart.
01Fragestellung festlegen
Routinekontrolle, Inbetriebnahme oder Abklärung eines auffälligen Befunds? Gemeinsam werden Ziel, Untersuchungsparameter und Probenahmestellen festgelegt – gegebenenfalls am Zulauf und am Geräteauslass.
02Fachgerecht beproben
Probenahme, geeignete Gefäße, Dokumentation und Transport erfolgen nach Laborvorgaben. Ob vor der Entnahme gespült oder der Auslass desinfiziert wird, richtet sich nach der Fragestellung; dies beeinflusst die Aussage des Befunds.
03Befund einordnen
Das Labor untersucht die vereinbarten Parameter. Ergebnisse werden mit Probenahmebedingungen und den für den Einsatz geltenden Beurteilungskriterien betrachtet. Ein unauffälliger Befund ist eine Momentaufnahme.
04Maßnahmen abstimmen
Bei Auffälligkeiten klären Betreiber, Labor und Hygiene-Verantwortliche die nächsten Schritte. maxwater übernimmt die vereinbarten technischen Maßnahmen. Erforderliche Nachkontrolle und Wiederfreigabe werden gezielt festgelegt.
Eine Laboruntersuchung ersetzt weder tägliche Pflege noch Wartung. Wiederholungen richten sich nach Hygieneplan, Risiko und Befund – nicht nach einem pauschalen Intervall für alle Einrichtungen.
Fachliche Grundlagen zur Laborkontrolle
HYGIENICUM: Leistungen und Akkreditierung · AGES: Legionellen · Med Uni Graz: Untersuchungsparameter · IKM: Legionellen und Pseudomonas aeruginosa